Banner Fröbel Kopie03

Gewaltprävention

Der Sozialziele-Katalog der DF-Klassen

 

Der gesellschaftliche und soziale Wandel, der für Kinder in vielen Lebensbereichen spürbar ist, führt dazu, dass auch schon die Schüler der Diagnose- und Förderklassen ein deutlich verändertes Lern- und Sozialverhalten zeigen. Die Folgen sind Disziplinprobleme, Verhaltensauffälligkeiten, ein wenig ausgeprägtes Sozialverhalten, erhöhte Konfliktbereitschaft, sowie fehlende Eigenverantwortlichkeit.

Um dieser Problematik entgegenzuwirken, wendeten die Lehrer schon immer verschiedene Formen von Belohnungssystemen, Klassenregeln, Feedbackmaßnahmen und Sanktionenkatalogen an. Diese betrafen dann aber nur die jeweilige Klasse.  Ein einheitliches, für alle geltendes Erziehungskonzept für die „Kleinen“ an unserer Schule gab es nicht.

Als Grundlage für einen eigenen, der Altersstufe und dem Entwicklungsstand der Kinder angemessenen Sozialziele-Katalog nahmen die LehrerInnen der DF-Klassen den von der Dipl. Pädagogin und ehemaligen Sonderschulrektorin Frau MARGIT WEIDNER an der Schule zur Erziehungshilfe/Heroldsbergentwickelten Katalog. Unser so entstandener Katalog beinhaltet 18 Einzelziele, die jährlich in 2-wöchigem Rhythmus in allen DF-Klassen parallel erarbeitet und gelebt werden. Bei der Zielbeschreibung kam es uns besonders auf eine positive Verhaltensregulation an.

Als Kompetenzen sollten angebahnt werden: eine bessere Selbstwahrnehmung, Anerkennung und Respektieren von Bedürfnissen und Gefühlen Anderer, Akzeptieren von Anderssein,  Ausbau von Toleranz, Friedfertigkeit und Mitgefühl für Andere, wertschätzender und respektvoller Umgang miteinander. Ein wesentlicher Faktor sollte dabei sein, diese Begriffe mit konkreten Situationen und Handlungen zu füllen.

Die Ziele im Einzelnen

Sozika-1

    1. Give me five

    2. Sich melden

    3. Höflich sein

    4. Material vollständig haben

    5. Ordnung am Arbeitsplatz

    6. Arbeitsanweisungen erfüllen

Sozika-2
Sozika-4

    7. Leise Stimmen benutzen

    8. Gutes Gesprächsverhalten

    9. Verhalten im Klassenzimmer

     10. Verhalten im Schulhaus

     11. Verhalten auf der Toilette

     12. Verhalten auf dem Pausenhof

Sozika-3
Sozika-5

    13. Anderen helfen

    14. Den Anderen achten

    15. Eigentum achten

    16. Unsere Gefühle

    17. Mitgefühl zeigen

    18. Einen Streit meistern

Sozika-6

Miteinander Umgehen Trainieren

Ohne Gewalt miteinander umgehen?

Tag für Tag eine neue Herausforderung!

Drei Wochen lang trainieren wir mit Frau Pausch.

Es gibt:

Interviews – Rollenspiele – Pantomime – Vertrauensübung – Lobübung

Diese Fragen stellen wir uns:

  • Wo fängt Gewalt für mich an?
  • Wo erlebe ich am meisten Gewalt?
  • Wie fühle ich mich, wenn ich Gewalt erleide?
  • Wie kann ich auf Gewalt reagieren?
  • Welche Gefühle spüre ich in mir?
  • Wie fühlt sich mein Gegenüber?
  • Was mache ich, wenn’s Streit gibt?
  • Was gefällt mir an meinen Mitschülern gut?

Streitschlichter

An unserer Schule findet seit dem Schuljahr 2004/2005 jedes Jahr ein Ausbildungsgang zum Streitschlichter statt. Im Rahmen der Gewaltprävention wird dieses Projekt an anderen Schulen bundesweit bereits erfolgreich eingesetzt.

Bewerben können sich Schüler der Mittel- und Oberstufe. Um wirklich sicher zu gehen, dass bei den einzelnen Bewerbern echtes Interesse besteht, werden an die Bewerbung hohe Anforderungen gestellt. Es muss eine schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf und Passbild vorgelegt werden und es findet ein ‚förmliches’ Bewerbungsgespräch vor der Schulleitung statt, bei dem es darauf ankommt, einen guten Eindruck zu machen.

Bei der Ausbildung geht es dann richtig zur Sache, es ist viel zu lernen. Das sind die Ausbildungsabschnitte:

Streitschlichterlogo-1
  • Positive Lösungsmuster für Konfliktsituationen kennen lernen
  • Verschiedene Ebenen von Konfliktsituationen erkennen (Eisbergmodell)
  • Regeln für eine Streitschlichtung erlernen
  • Einen festen Ablauf für eine Schlichtung einüben
  • Führen eines Arbeitsbuches
  • Intensiv-Schulungswochenende in der Schule
  • Übung am Modell:  - Schlichtungen einüben
  • Reflektieren an Videoaufzeichnungen
  • Reflektion von Schlichtungsmodellen durch die Schulleitung
  • Übung an aktuellen Fällen

Nach der Ausbildung

Zweimal in der Woche wird unser Schlichtungsbüro zu festen Zeiten geöffnet. In dieser Zeit sind immer zwei Streitschlichter und ein begleitender Lehrer als Mentor anwesend.

Schüler können zu diesen Sprechzeiten der Streitschlichter ins Büro kommen und ihre Probleme mit Mitschülern vortragen. Es sind immer beide Streitparteien vertreten. Die Schlichter versuchen gemeinsam mit den betroffenen Schülern eine Lösung zu finden. Am Ende der Schlichtung wird ein Vertrag unterzeichnet, an den sich beide Parteien zu halten haben.

Damit wird die bestehende Spannung aus der Klasse herausgenommen und die betreffenden Schüler können, wenn sie von der Schlichtung zurückkehren, ohne Wut im Bauch wieder am Unterricht teilnehmen.

Streitschlichterlogo-0
[Home] [Leitbild] [Schulentwicklung] [Aktuelles] [Termine] [Danke] [Unsere Angebote] [Projekte] [Pausenengel] [Kunstprojekt] [Fahrradwerkstatt] [Gewaltprävention] [Die Leseinsel] [Der Elternbeirat] [Die Eckertsmühle] [Büro für Nachbetreuung] [Jugendsozialarbeit] [Archiv]